Einvernehmliche Lösung am Großen Dub

Es waren alle Beteiligten an einem (großen) Tisch, um eine verzwickte Sache zu klären.

Der Große Dub ist ein FFH-Gebiet, ein Teich in Jannowitz, der auch Fischgewässer genutzt wird. Dieses Teichgebiet wird gespeist von einem Graben, der wiederum vom Schwarzwasser gespeist wird.

Dieser Graben fließt über das Grundstück von Lutz Möske aus Jannowitz. Und hier begann das Problem. Den der schmale Kanal wird derzeit von mehr als maroden Eichenbohlen mehr schlecht als recht zusammen gehalten. Unterirdisch beginnt das Fließgewässer, Erde aus dem Grundstück abzutragen.

Direkt an den Graben grenzt das Wohnhaus von Lutz Möske und der Eigentümer befürchtet, dass das Haus einzustürzen droht, wenn der Graben weiter Erdreich mitnimmt. Nun zeigte der Grundstückseigentümer an, dass der Graben saniert werden müsse – und da begann das Problem. Der Graben gehört nämlich nicht der Gemeinde, nicht dem Landkreis und auch nicht dem Pächter des Fischereibetriebes, sondern dem Land. Der Landkreis als genehmigende Behörde wurde auf das Problem aufmerksam und stellte fest: Der Fischer hat dafür zu sorgen, dass sein Zufluss in einem vernünftigen Zustand ist oder der Zufluss muss – auf Kosten des Fischers zugeschüttet werden. Der Fischer wiederum hatte versäumt, rechtzeitig die Untere Wasserbehörde in Kenntnis zu setzen und so kam auch diese auf ihn zu wegen unerlaubter Wasserentnahme aus dem Schwarzwasser, ebenfalls, wie der Große Dub auch, FFH-Gewässer. Mehr als zwei Jahre gab ein Schreiben das andere, mehrere Behörden schalteten sich ein und die Bescheide an den Fischer häuften sich. Schließlich und verzweifelt setzte sich der Landesfischereiverband mit Lars Dettmann mit Gabi Theiss in Verbindung mit der Bitte um Vermittlung bei dieser mehr als verzwickten und festgefahrenen Situation. Wenige Tage später fand unabhängig davon Lutz Möske den Weg ins Bürgerbüro. Auch er bat Gabi Theiss um Hilfe.

Diese sagte zu und begann zu organisieren. „Ich wollte einen Vor-Ort-Termin vereinbaren, bei dem wir alle, aber auch wirklich alle Beteiligten an einen Tisch holen, um die Sache einvernehmlich zu klären und einen Kompromiss zu finden, mit dem alle Seiten leben können“, so Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss. Und sie waren alle gekommen: Der Bürger Lutz Möske, Fischer und Pächter der Teiche Michael Lehmann, Ferry Richter, Sachgebietsleiter der Unteren Naturschutzbehörde, Ina Zschiesche von der Unteren Wasserbehörde (UWB), Ulf Schulze ebenfalls UWB, Bernd König als Amtsleiter Umwelt und Bauaufsicht, Lars Dettmann vom Landesfischereiverband, Heinz Franke und Dr. Andrea Leibohm vom Finanzministerium (als Eigentümervertreter), Jürgen Jentsch von der UNB. Und es ist eine Einigung erzielt worden: Fischereipächter Michael Lehmann seine Hausaufgaben erledigen, um die Wasserentnahme rechtssicher zu machen. Parallel dazu wird es ein Kostenangebot geben, um den Graben, der beinahe das Haus von Lutz Möske beschädigt hätte, wieder für die nächsten Jahre fit zu machen. „Eine einvernehmliche Lösung für alle – das war es, was ich mit dem heutigen Vor-Ort-Termin erreichen wollte. Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihre große Kompromissbereitschaft. „Ich bin sehr froh, dass wir den Knoten zerschlagen konnten und möchte einen großen Dank an Frau Theiss aussprechen“, spricht Lars Dettmann dem betroffenen Bürger und dem Fischer aus der Seele.

 

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